Julien Deiss geht es in seiner Malerei im Wesentlichen um das malen selbst.
Ob durch grobe Pinselstriche oder durch ausgearbeitete Details, es ist das haptische Erlebnis des Farbauftrags, welches ihn fasziniert und befriedigt.
Er selbst sagt:
Wenn Farbschicht auf Farbschicht folgt, und neues altes übermalt, kann ich durch das ?Arbeiten an sich? einen Zustand erreichen, an dem ich wie von einem Fischkutter aus, ein Schleppnetz in den Schlick des Unbewussten werfe. Was sich verfängt, wird gemalt.
Auf diese Weise entstehen Seelen, Erinnerungs- und Traummotive, in denen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenkommen. Lassen sich die einzelnen Szenen noch jede für sich beschreiben, so entziehen sie sich im Ganzen oft jeglicher Deutung.